Verantwortungsvolle und rücksichtsvolle Medien/-nutzung

Neben vielen Chancen, welche die modernen Medien bieten, lenkt die hohe Attraktivität der digitalen Kommunikation Kinder und Jugendliche häufig ab. Zudem gab und gibt es große Probleme zwischen den jungen Menschen, hervorgerufen durch Beleidigungen im Netz.

Um Schwierigkeiten vorzubeugen, hier einige wichtige rechtliche Hinweise:

  • Handys und andere elektronische Geräte sollen von den Schülerinnen und Schülern ausnahmslos im gesamten Schulgebäude (auch im Pausenhof und den Toiletten) während der Unterrichtszeit – das betrifft auch die Pausen – ausgeschaltet bzw. auf Flugmodus gestellt sein.  Die Lehrkräfte können hiervor jederzeit Ausnahmeregelungen treffen.
  • Bei Verstößen werden die Geräte gegebenenfalls abgenommen. 
  • Werden in sozialen Netzwerken (Instagram, „WhatsApp“ „Facebook“ u. a.) Unwahrheiten oder Beleidigungen ausgesprochen, kann der/die Betroffene Unterlassungsanspruch geltend machen. Außerdem kann der/die Betroffene Strafanzeige wegen Verleumdung/übler Nachrede erstatten. Anzeige erstattet unter Umständen auch die Schule. Werden Videos oder Fotos ohne Zustimmung ins Internet gestellt, verletzt dies das Persönlichkeitsrecht und das Recht am eigenen Bild (Recht auf informationelle Selbstbestimmung). Wird man per E-Mail, Instant Messenger oder SMS fortlaufend beleidigt oder belästigt, tritt unter Umständen das Anti-Stalking-Gesetz in Kraft.
  • Verstöße von Schülerinnen und Schülern wie z. B. Beleidigungen von Jugendlichen bzw. Lehrpersonen, unerlaubtes Fotografieren, Filmen im Schulgelände werden im Rahmen unseres Bildung – und Erziehungsauftrages konsequent verfolgt und durch Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen geahndet. Weitere Infos: www.klicksafe.de

In dringenden Fällen hat Ihr Kind selbstverständlich die Möglichkeit vom Sekretariat aus zu telefonieren. Bitte kontrollieren Sie mit Ihren Kindern und Jugendlichen die Handys, denn Sie müssen wissen, wie Ihr Kind kommuniziert. Seien Sie wachsam, was die Klassenchats betrifft und fungieren Sie als Admins, wenn Ihnen unangemessene, beleidigende, rechtsradikale oder sexistische Posts auffallen.

 

Medienkompetenz: Umgang mit bedenklichen Inhalten

Sehr geehrte Eltern,

hin und wieder werden wir als Schule um Rat gefragt und darauf aufmerksam gemacht, wenn bedenkliche Fotos, Videos, „Kettenbriefe“ oder andere bedenkliche Inhalte über die Handys und Computer unserer Schülerinnen und Schüler (oftmals schon in den fünften Klassen) verbreitet werden.

Was können Sie als Eltern, was können wir als Schule da machen?

Das vorweg: Als Erwachsene können wir nicht vollständig verhindern, dass unsere Kinder/Schüler/-innen auf ungeeignete Inhalte im Internet stoßen. Bei sexistischen, demütigenden oder schon pornografischen Inhalten müssen wir als Erwachsene – sei es als Eltern oder auch als Lehrkräfte – deutlich Grenzen setzen. Natürlich erwarten die Kinder/Jugendlichen eine Erklärung dafür, warum wir die besagten Inhalte ablehnen. Das sollten wir alle problemlos formulieren können.

Wir empfehlen Ihnen, dass Sie (wie wir auch) möglichst in der Sprache Ihres Kindes erklären, so dass es auch in der Lage ist, Ihren Standpunkt zu verstehen.
Da sollten sich übrigens „Mama und Papa einig sein“! Also: Stimmen Sie sich vorher ab, was Sie sagen möchten. Wie bei vergleichbaren Problemen (Kind surft und stößt zufällig auf pornografische Inhalte) sollte Ihr Kind aber auch nicht das Vertrauen verlieren, sich Rat- oder Hilfe suchend an Sie zu wenden. Es sollte auch das Vertrauen behalten, Ihnen zu berichten, wenn es im Internet etwas sieht, was rechtliche oder moralische Grenzen überschreitet.

Heutzutage kursieren problelmatische Video-Clips (und andere) per Whatsapp, Facebook usw., so dass eine gezielte Suche danach auf Youtube nicht einmal mehr nötig ist. Ihr Kind bekommt die Videos einfach. In so einem Fall sollten Sie nach den o.g. Erklärungen das Video gemeinsam mit dem Kind vom Handy löschen und ggf. auch die Eltern der Versender/Weiterleiter informieren (anrufen).

Übrigens: Je mehr Eltern sich Ihnen anschließen und je klarer und ablehnender Ihre Haltung dazu ist, desto einfacher ist es auch für die Kinder, dies zu akzeptieren.
Der Hinweis, dass „die anderen Eltern das nicht so streng sehen“, sollte Sie dabei nicht irritieren.
Denn: Wir wissen ja, dass die anderen Eltern ihren Kindern immer das beste Handy kaufen, ihnen abends viel längeres Aufbleiben erlauben und auch ansonsten viel lockerer sind, als die eigenen…

Weitere Informationen zu diesem und zu anderen Themen finden Sie z.B. auch hier: